Saisonvorbereitung: Erfreuliches Ergebnis in Reichenbach

Zum 28. Mal hatte der VSV Reichenbach zum Saisonvorbereitungsturnier geladen. Aufgrund vielfältiger Gründe beschränkte sich der Kader auf gerade mal 6 Herren der 2. und 2 Herren der 1. Mannschaft. Unter diesen Voraussetzungen ist der erreichte 2. Platz sehr zufrieden stellend.

Wie bereits erwähnt, standen die Vorzeichen für das Turnier in Reichenbach nicht zum Besten. Mit nur 8 Spielern (Paul, Stefan, Mathias, Ulle, Alex, Pascal, Rene und Sven) war der Kader und damit auch mögliche Wechseloptionen sehr begrenzt. Den Experten unter den Lesern wird dazu auffallen, dass hiermit eigentlich nur 1 Zuspieler, 2 Liberos und 5 Außen zur Verfügung standen. Hieraus ergab sich dann auch noch der Zwang zur Improvisation.

Das erste Spiel bestritten wir mit Paul auf Zuspiel, Alex und Sven auf Mitte, Stefan und Ulle auf Außen, Mathias auf Dia und Rene als Libero gegen WSG Oberreichenbach. Entsprechend der fehlenden Abstimmung, aber vor Allem aufgrund steifer und entsprechend schlechter Annahme / Feldabwehr konnten wir im ersten Satz nicht wirklich ins Spiel finden. Den zweiten Satz konnten wir dann maßgeblich durch individuelle Klasse über Außen und am Aufschlag für uns entscheiden, von einem ordentlich Spiel unsererseits konnte aber noch nicht die Rede sein. Der dritte Satz war recht ausgeglichen, konnte aber vor Allem durch Erfahrung in den engen Situationen zu unseren Gunsten entschieden werden.

Das zweite Spiel, direkt im Anschluss, ging gegen den vermeintlichen Turnierfavoriten VSV Oelsnitz. Der Spielverlauf glich im Großen und Ganzen dem ersten Spiel, aber mit einem deutlich höheren Niveau auf beiden Seiten. Im ersten Satz hatten wir deutliche Probleme mit der Annahme und im Spielaufbau. Auch die Einwechslungen von Pascal und der Wechsel von Mathias auf Mitte für Alex, brachten im zweiten Satz den entscheidenden Vorteil zum Ausgleich. Der dritte Satz konnte dann zwar knapp, aber leider nicht erfolgreich gestaltet werden.

Dennoch erreichten wir mit diesen Ergebnissen die Zwischenrunde als 2. und trafen somit auf die 2. Vertretung von TSV Leipzig 76. Aufgrund der bisherigen Erkenntnisse entschlossen wir uns in der Folge mit 2 Liberos (Sven in der Annahme und Rene in der Feldabwehr) sowie Pascal und Alex auf Mitte weiter zu spielen. Dies zeigte auch die erhofften Ergebnisse. Aus einer stabilen Annahme heraus konnten wir uns in allen Elementen deutlich steigern und hatten mit den Bezirksklässlern aus Leipzig in zwei deutlichen Sätzen kaum Probleme.

Somit stand in der Folge der Klassiker gegen St. Egidien im Halbfinale an. Da die Dillinger bis zu diesem Zeitpunkt ungeschlagen waren, konnten wir als Außenseiter frei aufspielen. Mit einer nochmals verbesserten Leistung auf allen Positionen, aber um ehrlich zu sein auch einer erheblichen Fehlerquote der gegnerischen Annahme und Außen, konnten wir den ersten Satz überraschend deutlich gewinnen. Die bekannte kämpferische Moral der Dillinger im Hinterkopf, begannen wir den zweiten Satz sehr konzentriert und konnten uns bereits früh absetzen. Doch auch St. Egidien zeigte ihr Potential in dem eine kurze Schwächephase unsererseits gnadenlos ausgenutzt und in eine eigene Führung verwandelt wurde. Mit etwas Wut im Bauch aber noch mehr Erfahrung konnten wir den Satzball abwehren und nach einigem Hin- und Her den Satz 29:27 für uns entscheiden.

Mit diesem, vor Allem unerwartet deutlichem Ergebnis, zogen wir nun ins Finale gegen VSV Reichenbach. Doch aufgrund des bereits erwähnten dünnen Kaders, zeigten wir unter Kräftemangel doch etliche Fehler im Block und Angriff. Nach einem deutlich verlorenen Satz, sahen wir uns gezwungen nochmal auf Erfahrung zu setzen und wechselten Sven wieder auf Mitte für Alex. Ein deutlich verbesserter Block und aggressivere Aufschläge ließen die Reichenbacher, trotz vielfacher Wechsel, etwas ratlos den Ausgleich bestaunen. Im dritten Satz mussten wir dann aber endgültig dem kräftezehrenden Tag Tribut zollen. Wir gerieten schnell ins Hintertreffen, konnten nur ab und zu deutlich Akzente setzen und somit gewann Reichenbach den Satz und das Turnier knapp aber verdient.

Mit etwas mehr Wechseloptionen und einer eingespielten Mannschaft wäre ein kontinuierlicher Turnierverlauf und sicher auch der Sieg möglich gewesen. In Summe sind wir dennoch sehr zu frieden.

Wir gratulieren dem VSV Reichenbach und allen anderen Mannschaften zu den gezeigten Leistungen und wünschen einen guten Start in die neue Saison.

 

SFr

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