Pflicht geschafft, Kür verpasst

So oder so ähnlich könnte man den vergangenen Heimspieltag bezeichnen. Mit drei von möglichen sechs Punkten müssen sich die Harthauer Jungs aber keinesfalls übermäßig über die Niederlage gegen Bad Düben ärgern.

Harthau – Bad Düben

Sicherlich hätte keiner der Akteure den ersten Satz so erwartet. Die Hausherren erwischten den besseren Start und die Holzhacker aus Bad Düben wirkten noch etwas träge.

Bereits beim Stand von 9:5 waren die Gäste zur ersten Auszeit gezwungen. Die Harthauer ließen sich davon nicht aus dem Konzept bringen und spielten weiter soliden Volleyball bis zum Spielstand von 17:12. Man sollte meinen, dass im ersten Satz nichts mehr anbrennen kann.

Es schlichen sich jedoch Fehler auf Seiten der Harthauer ein, welche die Gäste mehr und mehr ins Spiel brachten. Fortan zeigte der SV Bad Düben seine eigentliche Klasse. Mit einem knappen 25:23 sicherten sich die Gastgeber dennoch den ersten Durchgang.

Im nun folgenden Satz konnten die Hausherren nur anfangs den Anschluss halten. Beim Spielstand von 6:7 zog Düben die Zügel an und setze sich über die Stationen 11:7 und 13:9 auf 19:14 ab. Auch ein zwischenzeitlicher Wechsel auf der Diagonalposition von Richard für Rico brachte nicht die erhoffte Wende.

Dass sich ein Team mit solch einer Klasse nun die Butter nicht mehr vom Brot nehmen lässt, sollte klar sein. Folglich ging der Satz mit 25:17 verdient an die Gäste.

Die Sätze drei und vier zeigten einen ähnlichen Verlauf. Bis etwa zur Mitte der Sätze hielten die Harthauer mit, die anschließende Schwächephase mit unnötigen Fehlern nutzte Bad Düben aus und setzte sich ab. Der erspielte Vorsprung wurde jeweils sicher verwaltet. Mit 25:20 und 25:22 wanderten die drei Punkte für den Sieg schlussendlich verdient in die Dübener Heide.

Neben Krostitz war Bad Düben das Maß der Dinge in der letzten Saison und mit der gezeigten Leistung werden sie auch diese Saison wieder vorn mitmischen.
Dennoch müssen sich die Schützlinge von Josephine Brandt nicht verstecken. Viele der gemachten Fehler waren Abspracheprobleme, fehlende Konstanz oder fehlendes Vertrauen in der teilweise neu formierten Truppe.

Die Pause zwischen den Spielen wurde zur Stärkung sowie zu einer kurzen Fehleranalyse genutzt.

Harthau – TSV Leipzig

Mit dem TSV Leipzig hatten die Harthauer auch keinen einfachen Gegner zu Gast, wenngleich drei Punkte hier ein realistischeres Ziel darstellten.

Das Spiel startete ausgeglichen auf beiden Seiten. Erst in der Crunch Time schwächelten die Leipziger etwas und Harthau konnte sich auf 18:15 absetzen. Das erspielte „Mini-Polster“ wurde gehalten und Satz eins mit 25:23 gewonnen.

Im nun folgenden zweiten Satz gab es einen offenen Schlagabtausch mit teilweise sehenswerten Ballwechseln. Beim Stand von 21:21 gab es die zweite Auszeit auf der Seite der Hausherren, um sich nochmal zu sammeln. Dennoch gab es mit 26:24 den besseren Ausgang für die Gäste aus Leipzig.

Nun war alles wieder offen. Den besseren Start in Durchgang drei erwischten die Harthauer. Bereits früh konnte man sich absetzten und zwang die Leipziger beim Stand von 12:6 zur ersten Auszeit. Völlig unverständlich ließ man die Zügel im Anschluss wieder locker. Fehlende Konzentration sowie Biss brachten den TSV zurück ins Spiel. Beim Spielstand von 13:13 rüttelte Coach Brandt die Harthauer in der Auszeit allerdings wieder wach. Das zeigte auch Wirkung. Endlich gab es wieder Volleyball zu sehen und die Gastgeber nahmen wieder Fahrt auf. Der Satz endete mit 25:19 ungefährdet für Harthau.

Im nun folgenden vierten Satz sollte alles klar gemacht werden für den ersten Dreier der Saison.

Diesmal starteten die Leipziger aber besser in den Durchgang. Mutige und solide Aufschläge brachten den Harthauer Annahmeriegel ein ums andere Mal ins Wanken. Erst zum Ende besannen sich die Hausherren wieder auf ihre Fähigkeiten und holten sich den Satz mit 25:21.

„Heimsieg Heimsieg Heimsieg“ hallte im Anschluss durch die Einsiedler Halle und die ersten drei Punkte der Saison waren gesichert.

In der nun folgenden Spielpause wird weiter eifrig an der Abstimmung gefeilt. Am 21.10. soll es dann gegen Aufsteiger Motor Mickten die nächsten drei Punkte geben.

Ein großer Dank geht hier nochmal an die Fans, die für eine gute Stimmung gesorgt haben.

(sh)

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Herren I von Mathias. Permanenter Link des Eintrags.

Über Mathias

Mathias (vollständiger Name: Mathias Vogel) war bereits von 2006 bis 2011 im Management der Volleyball-Bundesligamannschaft des Chemnitzer PSV, ehemals Fighting Kangaroos Chemnitz, tätig und nochmals von Dezember 2012 bis November 2013 für die PR- und Pressearbeit der CPSV Volleys zuständig. Mathias spielte in der Regionalliga des Chemnitzer PSV, wechselte danach mit einem Großteil der Mannschaft zum SV Chemnitz-Harthau und ist zudem als Drittligaschiedsrichter tätig.

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