Samstag 14 Uhr Einsiedel, die Sonne brennt, Antenne hält!

Wie bereits im Vorbericht angekündigt ging es im letzten Heimspiel um nichts Geringeres als den Bronze-Platz Sachsens höchster Liga. Leider konnte dieses Ziel nicht erreicht werden, aber mit einem umkämpften Sieg gegen TSV Leipzig und einer knappen Niederlage gegen SV Bad Düben konnte trotzdem ein versöhnlicher Abschluss gefeiert werden.

 Eigentlich bleibt dem Vorbericht nicht viel hinzu zu fügen. Gegen den ersten Gegner des Tages, TSV Leipzig, hieß es volle Konzentration. Denn obwohl die Messe-Städter nur mit minimal Besetzung anreisten, hatten Sie in den letzten Wochen doch recht ordentlich gepunktet.

Auch wir konnten nicht aus dem vollen schöpfen, denn zum einen weilte unser Etatmäßiger Mittelblocker Martin im Urlaub, Zuspieler Tom und Außen Robin waren gesundheitlich angeschlagen und die Trainingsbeteiligung der letzten Wochen war leider auch eher dürftig. Aber zum Glück können wir auf unsere zweite Mannschaft bauen und wurden durch Andreas unterstützt.

Das Spiel begann für uns dann unerwartet gut und vor Allem einfach. Tom begann am Aufschlag und setzte die vorgegeben Taktik sehr gut um, 5:0 für uns. Im weiteren Verlauf konnten wir diesen Vorsprung sicher verwalten und hielten die Leipziger mit hoher Stabilität in allen Elementen auf Abstand. Zum Ende des Satzes kamen die Gäste aber immer besser ins Spiel, was aber mit zwei Auszeiten und jeweils folgendem Trainerpunkt unterbunden wurde. Somit ging der Satz zu 22 an uns.

Der zweite Satz begann deutlich ausgeglichener was vor Allem an entgegen gesetzt verlaufenden Leistungskurven der Mannschaften lag, wir ließen nach und Leipzig machte kaum noch Fehler. So setzte sich Leipzig im Verlauf des Satzes immer weiter ab und wir mussten den Satz doch recht deutlich mit nur 18 Punkten abgeben.

Wer schon lange nichts von einem „Harthau-Satz“ gehört hat, der hätte gestern ein Paradebeispiel dafür erleben können. Nach ausgeglichenem Beginn bis zum Stand von 7:7 folgte selbst für hart Harthauer Fans eine Geduldsprobe bis zum nächsten eigenen Punkt. Mit Zwischenständen von 7:9, 7:14, 7:17, zwei Auszeiten, drei Auswechslungen dauerte es gefühlt nur 10 Minuten bis wir den Satz zu 14 abgaben.

Ein wichtiger Garant für den guten Tabellenplatz war in der ganzen Saison unser Kampfgeist. Mit dem Rücken an der Wand bissen wir die Zähne zusammen und kämpften uns ins Spiel zurück. Mit wiederum gutem Start und Einbruch in der Mitte des Satzes ging es mit einem Punktrückstand ins Satzfinale. Wir brauchten ein Break und schafften dies endlich beim Stand von 23:23. Mit starken Nerven und am Ende zwei guten Blöcken gewannen wir den Satz in der Verlängerung zu 24.

Der entscheidende Satz lief über weite Strecken sehr ausgeglichen und keins der Teams konnte sich absetzen. Die Entscheidung viel dann zu unseren Gunsten kurz nach dem Seitenwechsel mit zwei Punkten in Folge. Diesen minimalen Vorsprung konnten die Leipziger nur noch halbieren, bevor Sie das Spiel selbst mit einem Angriffsfehler beendeten.

Fazit: Noch mal Glück gehabt aber auch eine starke kämpferische Leistung mit 2 Punkten und damit der endgültigen Festigung des 4 Tabellenplatzes versilbert.

Im folgenden Spiel gegen Bad Düben mussten nun 3 Punkte her um den Bronzerang noch zu erreichen. Es wussten aber alle, dass dies gegen den eigentlichen Liga-Primus, eine sehr schwere Aufgabe werden würde.

Witzig war aber bereits der Beginn, denn die Holzhacker aus Nordsachsen brachten uns als Gastgeschenk die beiden gebrochenen und professionell Instand gesetzten Antennen aus dem Hinspiel mit. Mit dieser Aufmunterung kamen wir gut ins Spiel, machten aber zur Satzmitte ein Paar einfache Fehler zu viel und liefen immer einem 2 Punkte Rückstand hinterher. Trotz der netten Geste wollten wir keine Punkte als Geschenk mit nach Bad Düben geben und kämpften uns im Satzfinale wieder ran. Im Folgenden ging es immer hin und her mit Satzbällen für beide Teams. Am Ende konnten wir das bessere Ende aber für uns verbuchen und den Satz mit 28 Punkten für uns entscheiden.

Auch in en weiteren Sätzen entwickelte sich ein enges Spiel auf hohem Sachsenliganiveau. Der entscheidende Vorteil, nämlich die geringere Eigenfehlerquote, fand sich aber leider immer auf Seiten Bad Dübens ein. Wir konnten mit immer wieder guten Aktionen dranbleiben und auch umkämpfte lange Ballwechsel für uns entscheiden, doch durch leichte Eigenfehler und zu wenig Variabilität im Angriff gelang es uns einfach nicht auf den Gegner aufzuschließen. Im dritten und vierten Satz zeigten dann auch unsere personellen Engpässe sowie das Kräfte zehrende Spiel gegen Leipzig seine Wirkung und die Sätze gingen leider deutlicher verloren als das Spielgeschehen eigentlich war. Somit siegte Bad Düben verdient mit 3:1, vor Allem durch die Konstanz die Sie fast die gesamte Saison auszeichnete, aber eben leider nur fast.

 

Denn in den anderen Spielen holte Krostitz, wie erwartet, die benötigten 3 Punkte aus Hoyerswerda und wird damit verdient Sachsenmeister, wozu wir von hier aus herzlich gratulieren möchten.

Da noch die Möglichkeit einer Relegation im Raume schwebt, drücken wir natürlich Bad Düben hierfür die Daumen und wünschen, hoffentlich beiden Teams, für kommende Saison viel Erfolg in der Regionalliga.

Aufgrund der Siege von Zschopau und TU Dresden bei unseren langjährigen Weggefährten aus St. Egidien fallen diese am letzten Spieltag auf einen Abstiegsplatz zurück, womit vor 8 Wochen wahrscheinlich niemand gerechnet hat. Das tut uns sehr leid, denn wir hatten dieses Jahr wieder schöne Spiele gegen einander. Wir wünschen trotzdem auch euch alles Gute für die kommende Saison in der Sachsenklasse, sollte es denn wirklich so weit kommen.

 

So und wir bleiben damit auf dem 4. Platz. WAHNSINN! Ja Wahnsinn, denn wenn man sich mal die Randbedingungen anschaut ist das eine wahnsinnige Leistung. Auch wenn unsere zweite Mannschaft kommende Woche nochmal in Leipzig aufschlagen muss, erlaube ich mir hier schonmal eine kurze Saisoneinschätzung.

Mit lediglich 18 Spielern für zwei Mannschaften in den höchsten Klassen des Freistaates und nur einem Trainer haben wir mit Platz 4 in der SL und Platz 3 in der SK eine überragende Saison gespielt. Vor Allem wenn man bedenkt, dass in der SL bis auf 3 Ausnahmen alles Spieler standen, die noch ein Jahr zuvor in der SK zu einem Team geformt wurden. Somit könnte man auch sagen wir waren der beste Aufsteiger der SL. Ebenso möchte ich aber auch vor unseren Herren II den Hut ziehen, welche neben einem Kern von gestandenen Spielern unsere neuen Spieler und Hoffnungsträger an das Niveau der SK herangeführt und etabliert haben. Und dabei trotzdem immer noch die Kraft und Zeit gefunden haben uns zu unterstützen.

Und hier bleibt mir nur noch: EIN HERZLICHES DANKESCHÖN!

Für eine tolle Saison, für tolle Spiele, viel Spaß und vor Allem bei der Unterstützung von so vielen engagierten Helfern.

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