Geglückte Revanche bei TU Dresden

Wie bereits angekündigt standen die Vorzeichen für das Spiel gegen die zweite Vertretung der TU Dresden nicht zu unseren Gunsten. Dazu trug auch das verdiente 3:0 der TU’ler gegen Zschopau bei, wodurch die Gastgeber kaum mehr Körner als notwendig aufbrauchen mussten. Aber auch diese 3 Sätze zeigten genug Wirkung und verhalfen uns in einem sehr engen Spiel zu einem, im Großen und Ganzen, verdienten Sieg. 

Nach einer diesmal ereignisarmen Anreise waren wir pünktlich anwesend um den dritten Satz zwischen TU und Zschopau zu beobachten. Nach der Beschreibung einiger Anwesenden war dieser Satz nicht mehr so hochklassig wie die Beiden zuvor, aber durch wechselnde Führung, starke Abwehraktionen auf beiden Seiten und einige merkwürdige, unglückliche bzw. nicht nachvollziehbare Entscheidung des Schiedsgerichts deutlich spannendste Satz. Am Ende triumphierte TU mit der typischen unaufgeregten Souveränität, die allen bekannt ist und somit wenig Ansatzpunkte für taktische Überlegungen bot.

Daher wurde mit dem minimalen Kader von 7 Spielern auch nicht lang gefackelt und nach guter Erwärmung die taktische Marschrichtung kurz formuliert: „Sauberes Stellungsspiel und Druck in allen Elementen, zu verlieren gibt es eh nichts!“

Entsprechend starteten wir mit Tom auf Zuspiel, Thomas wechselte von der Mitte auf Dia, Stefan und Rich bildeten gewohnt den Außenangriff und Martin nahm seine Stammposition auf Mitte ein. Durch die personellen Engpässe fand sich auch Sven auf der „falschen Seite“ der Linie wieder und besetzte die fehlende Position als Mitte. Christian hielt sich für alle Positionen auf der Bank bereit.

Das Spiel begann recht ausgeglichen mit leichten Vorteilen für TU. Kleinere Ungenauigkeiten in der Feldabwehr und etwas Pech im Block bescherten uns immer wieder kleine Rückstände. Zwar konnten wir uns immer wieder den ein oder anderen Punkt zurückholen, aber die erfahrenen Gegner ließen sich nicht aus der Ruhe bringen, zumindest nicht von unserem Spiel. Dafür aber durch ein paar unglückliche Entscheidungen des Schiedsgerichtes, diese aber auf beiden Seiten. Einmal Tusch ohne Berührung, dann mal Aus obwohl Tusch und der manchmal verfrühte Jubel brachten die Dresdner Spieler in Rage und bescherten Ihnen bereits zu Beginn des ersten Satzes eine gelbe Karte. Dadurch und durch die Einwechslung von Christian in der Abwehrreihe konnten wir bei 18:18 ausgleichen, mit 20:19 in Führung gehen und die Hausherren jeweils in die Auszeit schicken. Danach schlug aber die geballte Erfahrung aus der Landeshauptstadt zurück. Mit sauberem Block, gutem Stellungsspiel in der Feldabwehr, etwas Glück im Angriff und unserem Unvermögen ging der Satz zu 22 an die Hausherren.

Umstellung war ja keine Option, aber auch nicht notwendig, da wir eigentlich eine ordentliche Leistung aufs Feld gebracht haben. Daher hieß es einfach Eigenfehler minimieren und den Dresdnern weiter Druck machen, denn Fehlerfrei war an diesem Tag Keiner der Beteiligten. Der Start in den Satz lief aber alles andere als Optimal und so war schnell ein 3:8 Rückstand auf der Anzeigetafel zu lesen. Nach den richtigen Worten und Korrekturen in der Auszeit begannen wir aber mit einer starken Aufholjagd und konnten bei 14:14 wieder aufschließen. Parallel zum ersten Satz kamen hier wieder einige diskussionswürdige Entscheidungen des Schiedsgerichtes dazu, welche zu einer durchaus berechtigten gelben Karte für uns führten. Zumindest hatten wir damit in dieser Kategorie den Ausgleich geschafft. Auch der Rest des Satzes glich dem Ersten auf angenehme Weise. TU setzte sich leicht ab, doch wir werten mit Hilfe von Christian die insgesamt 3 Satzbälle ab und konnten mit starken Aktionen im Block den Satz mit 27:25 für uns entscheiden.

Der dritte Satz reihte sich im Spielverlauf fast nahtlos ein (nur weitere Karten wurden nicht verteilt). Es entwickelte sich wieder ein ausgeglichenes Spiel auf gutem Sachsenliga Niveau mit schönen Aktionen auf beiden Seiten. Bis Mitte des Satzes konnte sich keine Mannschaft wirklich absetzen, doch TU nutzte eine kleine Schwächephase von uns und setzte sich mit 19:16 ab. Doch mit der Einwechslung von Christian konnten wir wieder zum 20:20 ausgleichen. Die restlichen 8 Punkte verteilten sich dann etwas glücklich aber Leistungsgerecht 5:3 zu unseren Gunsten und wir hatten zumindest schon einen Punkt entführt.

Im vierten Satz wollten wir nun den Sack zu machen und die komplette Ausbeute nach Chemnitz holen. Aber auch dieser Satz passte zum bisherigen Tagesgeschehen. Zwar hatten wir die Angreifer durch unseren Block gut im Griff, aber einige unglückliche Aktionen der Feldabwehr und Fehler im Angriff brachten die TU’ler frühzeitig mit 4 Punkten in Vorteil. Dies konnten wir auch bis zur Auszeit beim Stand von 16:20 nicht aufholen. Die Forderung den Satz jetzt rum zu reißen und auf die guten Aktionen der vorhergehenden Sätze zu bauen zeigte Wirkung. Durch starke Aufschläge von Stefan konnten sich Martin und Thomas mehrfach im Block auszeichnen und Rich machte im Angriff fast alles Tot was ihm vor die Hand flog. TU konnte unseren Lauf erst beim 22:21 stoppen. Doch mit dieser tollen Serie im Rücken ließen wir nichts mehr anbrennen. Auch Sven durfte sich nochmal doppelt ins Blockbuch eintragen und bescherte uns somit den Matchball. Dieser wurde dann von Rich clever mit einem Leger verwandelt.

Somit konnten wir uns in einem ähnlich engen Spiel wie in Einsiedel für die Heimniederlage revanchieren. Mit der gleichzeitigen Niederlage von Zschopau und St. Egidien festigen wir dazu noch den 4. Tabellenplatz. Rechnerisch ist damit auch der Abstieg kein Thema mehr und vielleicht geht ja auch in den letzten 3 verbleibenden Spielen noch etwas nach Oben. Denn mit einer ähnlich kämpferischen Leistung und wieder vollzähligem Kader wollen wir auch die offen Rechnungen mit Krostitz und Bad Düben begleichen!

 

SFr

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