Sechs-Punkte-Speckgürtel erfolgreich angefuttert

2. Advent, 2. Kerze, 2 Siege, 6 Punkte,  Es ist angerichtet! Wir danken der Dresdner Kreuzschule für das leckere 3-Punkte-Mitbringsel vom Striezelmarkt und den Tillinger für ihren saftigen Stegidiener Gulasch 🙂

Puuuuhhhhhh… so viel sei vorn weg gesagt. Nach dem verkorksten Start in die Rückrunde zum letzten Heimspiel lag ein gewisser Druck auf den Jungs der Harthauer 1. Männermannschaft. 2 Siege mussten her um nicht in die Gefahr der untersten Tabellenplätze zu geraten. Diniert wurde zum Sonntag ab 12.00Uhr in der heimischen Turnhalle in Einsiedel.

Nach dem Eintreffen der letzten Spieler, die auf Grund von diversen Feierlichkeiten (Weihnachtsfeier, Rumtopfadvents-Partys, etc.) den Weg dann trotzdem noch leicht verspätet in die Halle fanden, ging es dann auch los. Es folgte eine kurze Erwärmung und schon konnte der erste Festtagsgang serviert werden.

Die Dresdner Kreuzschule wurde für Menü 1 zu Tisch gebeten. Bereits im Hinspiel waren wir mit einem 3:0 Sieg aus Dresden zurückgekehrt. Trotz allem hatten wir einen gewissen Respekt vor dieser Mannschaft und gingen konzentriert mit Messer und Gabel ans Werk. Zu unterschätzen waren die Jungs nicht, denn die Dresdner haben sich entwickelt und in gegen Düben der Liga gezeigt, dass sie durch aus schwer zu verdauen sind.

Die Harthauer standen ohne ihren Chefkoch Sven Freitag in der Halle. Jedoch war das Rezept klar definiert und die Zutaten standen bereit. Hoher Druck im Aufschlag, wenig Eigenfehler und ein konzertierter und klarer Kopf lautete die Devise.

Die Partie startete auf Augenhöhe. Keiner der beiden Teams konnte sich anfangs absetzten. Gespickt von guten Abwehraktionen brachte Mittelblocker Marcel etwas Würze – durch eine glückliche Blocksicherung mit seinem Knie – in die Suppe. Im hintersten Drittel der beiden ersten Sätze konnten wir uns durchsetzen und die Durchgänge relativ solide einfahren (zu 20 und zu 21). 2:0 nach Sätzen vorn, jetzt bitte kein Déjà-vu wie gegen Krostitz.

Zu viele Aufschlagfehler, fehlender Mut im Angriff und mehr Druck von der Gegenseite brachte Kreuzschule zurück ins Spiel. Die beiden Auszeiten unsererseits mussten genutzt werden um wieder Ruhe reinzubringen. Die Ansagen waren klar, nicht wieder in das alte Schema und nicht noch mehr Schaden durch sinnlose Diskutiererei auf dem Feld verursachen. Der Satz ging aber dann doch an Dresden.

Kurz durchatmen, ein kräftiger Rülps und ab zum 4. Gang. Die Jungs um Trainerin Svenja Haupt machten Ihre Sache eigentlich ganz gut. Sie setzen durch sehr platzierte Aufschläge unsere Annahme mehr und mehr unter Druck. Mit viel Mut und Angriffslust brachten sie etwas Pfeffer in die Partie. Jedoch wurde die Mahlzeit für uns wieder versüßt.

Viele Eigenfehler der Gäste und etwas Glück auf unserer Seite halfen zum Sieg. Den Verdauung-Schnaps brachte unser Aushilfscoach Marco Ullmann an die Festtafel. Beim 24 zu 23 im 4. Satz und eigenem Aufschlag brachte er Thomas für Tom in die Blockreihe (kurze Verwirrung aller…wer spielt dann zu?) und wie es der Zufall so will, wird natürlich vom Gegner über außen angegriffen. Ein satter Block von Thomas aus der kalten und der erste Sieg mit 3:1 stand zu Buche.

Es sei hier an dieser Stelle ein großes Dankeschön an Marco Ullmann gesagt. Mit den richtigen Worten in den Auszeiten, guter Aufstellung und dem beruhigen unserer Hitzköpfe hat er einen großen Beitrag der Mannschaft und dem Verein geleistet.

Satt gefressen und eigentlich bereit für Dusche und Bett versuchten wir in der Spielpause alle Kräfte zu regenerieren und zu mobilisieren. Ins Koma gefuttert hatte sich unser Mittelblocker und Sympathieträger Martin Uhlmann. Dieser konnte leider nur zur ersten Mahlzeit teilnehmen.

Ersatz und damit ein weiter hungriger Mittelblocker für Spiel 2 aus der 2. Mannschaft wurde zu Tisch gebeten. Wir danken Alexander Salewski für seinen Einsatz. „Stegidiener Gulasch“ als Menü 2 stand vollumfänglich auf dem Serviertablett. Nach dem verpatzen Hinspiel schätzten wir die 2. Partie gegen den Aufsteiger als schwerer zu verdauen ein.

Doch die Vorspeise Satz 1 ging runter wie Öl. Erstaunlicher Weise waren die Herren der Tillinger Männermannschaft wohl noch nicht im Verzehrmodus. Eins zu null für uns und ab zum 2. Gang. In der Satzpause warnte Marco Ullmann, dass jetzt mit einer Umstellung seitens St. Egidien zu rechnen ist. Ebenso mussten wir unsere Konditionen und Kräfte sinnvoll verplanen, um auch in einem eventuellen Tie-Break fit zu sein.

Im 2. Gang nahmen wir uns mal wieder selbst die Butter vom Brot. Zu viele Aufschlagfehler und zu wenig Druck im Angriff brachten den Gegner ins Spiel. Kurz um – Satz 2 ging somit an die Gäste mit 25:18. Den 3. Gang könnte man wohl als Hauptspeise im 2. Menü bezeichnen. Ein offener Schlagabtausch zu Satzbeginn stellte sich ein. Die Gäste brachten Ihre Mitten zum Glänzen und machten Druck im Angriff.

Auch unser Alex hat sich warm gegessen und zeigte hier seine voll Höhe im Block und Angriff. Wie zu erwarten war, ackerten Die Gäste in der Feldabwehr so einiges heraus. Viele lange und spe(c)ktakuläre Ballwechsel begeisterten das Publikum. Am Ende lagen wir gut vorn und es schien einem Sieg nichts mehr im Wege zu stehen. Nach abgewehrten Satzball der Gäste (24:17 für uns) starteten diese durch und holten noch einmal auf (24:21). Die Erlösung gelang und wir nahmen den letzten vollen Löffel vom Teller (25:21).

Durchatmen, kurz das Fenster auf und ab zum Dessert. Ähnliche Struktur wie im Satz zu vor wurde aufs Parkett gezaubert. Die Gäste nahmen sich allerdings die letzten Happen selbst von der Gabel. Viele Eigenfehler und relativ angespannte Stimmung auf der Gegenseite spielten uns in die Karten. Das Satzende nahte und Marco Ullmann machte den 2. Apparativ und gleichzeitig den Verdauung-Schnaps fertig. Beim 24 zu 22 im 4. Satz und eigenem Aufschlag brachte er erneut Thomas für Tom in die Blockreihe. Sollte dieser Schachzug wieder gelingen? Und Tatsache, es wurde wieder über die Seite von Thomas von außen angegriffen … kurze Atempause … Zuspiel … Angriff … Thomas steigt zum Block hoch … Schlag … Block-Abpraller … Aus!!! Und somit Punkt für den Gegner (24:23 für uns). Nach Rückwechsel von Tom für Thomas gelang durch Tom der verdiente und erlösende Block zum 3:1 Sieg.

Die beiden Schiedsrichterinnen hatten in beiden Partien einen sehr soliden Servierstil an den Tag gelegt und sind diesem auch treu geblieben. Wie man eben sagt, kommt ein guter Kellner immer von hinten rechts. Bäuche voll, Tabellenplatz 3, Speck für den Winter da, aber trotzdem wird sich nicht auf den Lorbeeren ausgeruht.

Am 06.01.2018 wartet die 2. Männermannschaft von VC Zschopau auf uns. Zum Derby wird bereits um 11.00 Uhr in Zschopau geladen.

Es dinierten für Sie: Tom Richter (ZS), Thomas Hanauer (Dia/MB), Richard Wilfert (AA), Rico Melzer (Dia), Robin Scharf (AA), Stefan Hänel (AA), Alexander Salewski (MB), Marcel Kees (MB), Christian Schmidt (Li) und Marco Ullmann (T)

(RS)

 

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