Harthauer bleiben Tabellenführer

Die Auswärtsfahrt der Harthauer Sachsenliga-Herren am vergangenen Samstag nach Leipzig sollte der nächste Gradmesser für die aufsteigende Formkurve werden.

Trotz der urlaubsbedingten Abwesenheit von Rich und ohne Thomas, der lieber auf anderen Hochzeiten tanzte, konnte Trainer Sven durch die Unterstützung von Philipp und Robert aus der Zweiten auf eine Truppe von zehn Spielern zurückgreifen.

Nachdem uns am Vormittag per SMS der geänderte Spielort mitgeteilt wurde, fanden wir uns diesmal ohne Stau pünktlich im schönen historischen Leipziger Westen ein.

Gegner war der TSV Leipzig 76, seines Zeichens Absteiger aus der Regionalliga und damit trotz der aktuellen Tabellensituation leichter Favorit.

Nachdem Stefan die Auslosung zum wiederholten Male gewinnen konnte, wählten wir die Seite mit den schlechteren Lichtverhältnissen und verloren auch prompt das Einschlagen. Macht aber nichts, denn dafür gibt es keine Punkte.

Gestartet wurde mit Tom im Zuspiel, Andreas und Martin in der Mitte, Robin und Stefan auf Außen und Rico auf der Diagonalen. Christian blieb als Universalwaffe zunächst auf der Bank, genau wie Prügelknabe Philipp und Libero Robert.

Wir starteten stabil und konnten aus sicherer Annahme, solider Feldabwehr und Druck im Aufschlag von vielen leichten Fehlern der Leipziger Angreifer profitieren. Über 9:6, 17:10, 21:13 konnten wir den Satz deutlich 25:16 eintüten.

Unverändert ging es auf die Sonnenseite. Der zweite Durchgang begann ausgeglichen, bevor wir uns in der Mitte des Satzes absetzen konnten. Am Ende kam wieder Christian zur Verstärkung der Abwehr ins Spiel und wir holten mit 25:18, nachdem Martin den nächsten Kasten spendieren darf, den fünften Auswärtspunkt in dieser Saison.

Im dritten Satz passierte dann etwas, was man früher als Harthau-Syndrom bezeichnete. Wir ließen die Zügel schleifen, versagten in der Aufschlagtaktik und handelten uns durch einfache Fehler einen Rückstand von 3:8 ein. Immer wieder konnten wir den Abstand verkürzen, nur um die nun stärker aufspielenden Leipziger anschließend wieder ziehen zu lassen. Folgerichtig verloren wir Durchgang drei 20:25.

Dadurch angestachelt gingen wir im vierten Satz von Anfang an wieder engagierter zu Werke, aber auch die Heimmannschaft wollte dieses Spiel nicht mit leeren Händen beenden. Es entwickelte sich ein hart umkämpftes Spiel, bei dem sich bis zum 18:18 kein Team absetzen konnte. Hier konnten wir dann mit viel Druck im Aufschlag und aggressiver Blockarbeit den Unterschied machen und das Spiel nach 25:21 doch noch gewinnen.

Somit stehen wir mit vier Siegen aus fünf Spielen mit 12 Punkten weitere zwei Wochen an der Tabellenspitze, da TU Dresden zu Hause nicht gegen Krostitz gewinnen konnte. Auf drei stehen aktuell ungeschlagen die erfahrenen Jungs des SV Bad Düben, die allerdings noch zwei Spiele weniger als wir absolviert haben.

Somit kann man das Duell in zwei Wochen in Bad Düben durchaus als Topspiel bezeichnen. Wir werden sehen, was es in der Heide zu holen gibt. Bis dahin bleibt uns noch die ein oder andere Trainingseinheit.

Es kehrten siegreich zurück: Sven, Christian, Philipp, Robert, Tom, Stefan, Martin, Rico, Robin und Andreas.
(rmu)

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Über Mathias

Mathias (vollständiger Name: Mathias Vogel) war bereits von 2006 bis 2011 im Management der Volleyball-Bundesligamannschaft des Chemnitzer PSV, ehemals Fighting Kangaroos Chemnitz, tätig und nochmals von Dezember 2012 bis November 2013 für die PR- und Pressearbeit der CPSV Volleys zuständig. Mathias spielte in der Regionalliga des Chemnitzer PSV, wechselte danach mit einem Großteil der Mannschaft zum SV Chemnitz-Harthau und ist zudem als Drittligaschiedsrichter tätig.

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