Als Tabellenführer in den goldenen Herbst

Die erste Vertretung unserer Herren sonnt sich nach einem souveränen 3:0 Auswärtserfolg bei den Mannen der Kreuzschule Dresden an der Tabellenspitze der Sachsenliga. Maßgebliche Erfolgsgaranten waren dabei Aufschlagtaktik und -qualität, sowie massiver Druck von der Bank 🙂

Aber von Anfang an:

Die Vorzeichen für das Spiel gegen die Vorjahres-Dritten aus der Landeshauptstadt standen nicht zum Besten. Die berufsbedingte Abstinenz von Trainer Sven Freitag war zwar vorüber, aber entgegen des erfolgreich bestritten Heimspieltages eine Woche zuvor, fehlten mit Andreas Wernicke (private Verpflichtung) und Richard Wilfert (Verletzung) zwei Aktivposten.

Zudem standen das schöne Herbstwetter und die Dresdner Skyline einem pünktlichen Beginn entgegen. Denn anders sind die 2,5h Anreise wohl kaum zu erklären. Eine wachsende Menge an schaulustigen Verkehrsteilnehmern, welche entweder eben erwähnte Silhouette der Elbmetropole oder wahlweise Verkehrsunfälle auf der Gegenseite bewunderten, sorgten für eine überdurchschnittlich lange Anfahrt.

Nun aber zu den positiven Dingen:

Zum Glück war Martin Uhlmann, angereist aus östlicher Richtung aufgrund Urlaubsunterbrechung, überpünktlich an der Halle und konnte eine Verschiebung des Spielbeginns klären. Und wegen der Verlegung des Heimspiels unserer zweiten Vertretung konnten uns Tobias Czwienczek und Marco Ullmann unterstützen.

Nachdem wir endlich 13:50 Uhr an der Halle waren, konnten wir noch kurz das Einspielen der Kreuzschüler beobachten und danach selbst das Feld betreten. Nach Einspielen und Einschlagen ging es entsprechend „pünktlich“ 14:45 Uhr los.

Mit Tom Richter im Zuspiel, Rico Melzer auf Diagonal, Martin Uhlmann und Thomas Hanauer auf Mitte, Robin Scharf und Kapitän Stefan Hänel auf Außen war die Startsechs bereit. Als Wechseloption hielten sich Christian Schmidt, Sven Freitag sowie Tobias Czwienczek und Marco Ullmann warm.

Ohne Libero aber dafür mit klarer Aufschlagtaktik ging Tom an die Grundlinie und servierte dem Gegner mit einem Ass, zwei direkten Winnern und einem weiteren sehr guten Aufschlag gleich mal einen 4:0 Rückstand. Der Aufschlag sollte damit auch das prägende Element des ersten Satzes werden. Mit insgesamt nur 4 Fehlern, aber einer durchgehend hohen Qualität setzen wir die Annahme der Kreuzschule so unter Druck, dass kaum ein geregelter Spielaufbau zu Stande kam.

Leider verpassten wir es aber in der zweiten Hälfte des Satzes die Anweisung von außen konsequent umzusetzen. So ließen wir durch leichte Fehler in der Annahme und Feldabwehr, vor Allem bei den Not- oder Dankebällen, den Gegner wieder aufschließen und schenkten den bis dahin sicher gehaltenen Vorsprung von 5 Punkten zum Stand von 19:19 ab. Zu diesem Zeitpunkt kam Christian für Rico wodurch unsere Feldabwehr endlich den Druck unser Aufschläge in verwertbare Dankebälle umwandeln konnte. Somit beendeten wir den Satz mit etwas Glück 25:21.

Der zweite Satz wurde wieder mit dem Startsechser begonnen und sollte nun deutlicher gestaltet werden, was vor allem dem Abstellen der eigenen Fehler galt. Aber auch der Gegner zeigte, dass man Volleyball spielen kann, und mir nichts dir nichts lagen wir 2:5 hinten. Zum Glück besann sich Robin dann wieder auf die vorgegebene Linie und schoss die Kreuzschüler zum Nachdenken in die erste Auszeit beim Stand von 8:5.

Im weiteren Verlauf des Satzes konnten wir den Vorsprung immer etwas ausbauen, ließen aber auch wieder zu viele Punkte durch unsauberes Blockspiel und unnötige Fehler in der Feldabwehr liegen. Die Einwechslung von Christian bei Stand von 17:12 brachte mehr Stabilität in die Feldabwehr, aber etwas Unruhe bei der Rotation nach vorn. Maßgeblich für die Aufholjagd der Gastgeber zum 23:21 waren aber in diesem Moment fehlende Konsequenz im Angriff. Eine kurze Auszeit mit klaren Vorgaben brachte aber den Satzball und Christian durfte dann auch erstmals zum Aufschlag und bereitete damit den Gewinn des zweiten Satzes vor. Ähnlicher Verlauf, gleiches Ergebnis 25:21.

Der dritte Satz ist dann das positive Highlight des Tages. Frei nach dem Motto „nicht gemeckert ist genug gelobt“, kurz zusammen gefasst. Christian kam bei Stand von 16:12 auf das Feld und durfte seine Position bis zum Ende nicht mehr verlassen. Der gesamte Satz wurde sauber durchgespielt, die Aufschlagqualität konstant hoch gehalten, die Fehler der ersten beiden Durchgänge nahezu eliminiert und der Wille der Gegner, mit einer 8er Aufschlagserie von Robin zum Abschluss, gebrochen. Damit gestaltete sich das Ergebnis verdient deutlich mit 25:12.

Fazit: Vielen Dank an Tobias und Marco, auch wenn euer Einsatz nicht notwendig war, aber ihr hab den Jungs erst richtig Beine und Mut gemacht, schließlich wollte ja keiner vom Feld! Nur etwas schade, aber eben nur etwas, dass die Spieldauer von 73 Minuten gerade mal 1/4 unserer gesamten Reisedauer betrug und ihr damit doch wesentlich mehr Zeit opfern musstet als angedacht. Dennoch zeigt unsere mannschaftliche Geschlossenheit, dass wir auch mehrere Ausfälle kompensieren und eine solche Leistung aufs Feld bringen können. Trotz des verdienten Sieges gibt es aber noch genug Arbeit und Potential zur Verbesserung.

Deutlich höher muss man den Sieg aufgrund der folgenden Ereignisse werten, denn Kreuzschule schlägt die 100-jährige Volleyballerfahrung der TU Dresden mit 3:0 und verhilft uns damit zur Eingangs erwähnten Tabellenführung!

SFr

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